Brillen zur Trachtenmode

Mit der Erfindung der Brille im 13. Jahrhundert wurde ursprünglich ausschließlich die Korrektur von Fehlsichtigkeit und Augenstellung beabsichtigt. Eine ganz nebensächliche Rolle spielte der modische Aspekt. Träger einer Brille wollten wieder deutlich und scharf sehen können.

Heute sind ca. 64 Prozent der Deutschen auf eine Sehhilfe angewiesen, und haben einen eigenen Markt für Hersteller von Gestellen und Linsen geschaffen.
Schon längst ist die Brille kein reines Hilfsmittel mehr. Dass eine Brille ein schmückendes Accessoire sein kann, wurde von den Modeschöpfern erkannt, und seitdem ist sie aus der Mode insbesondere auch der Trachtenmode nicht mehr wegzudenken.

Bei der Wahl des passenden Gestells kommt es auf die individuelle Gesichtsform, den eigenen Modestil, die Farbengestaltung und das Material der zu tragenden Mode an.
Gerade bei der Kombination mit Trachten wie Lederhose oder Dirndl ist die entscheidende Frage ob, die Kleidung traditionsgebunden oder modern gestaltet ist.
Zu einer traditionellen und oft edel an wirkenden Tracht ist die Kombination mit einem ganz modernen Brillenmodell nicht zu empfehlen. Es ergibt sich ein Stilbruch und damit einen nicht rund abgestimmten Gesamteindruck. Für diese Kleidung wählt man am besten ein klassisches und zeitloses Gestell.

Ist aber auch das Trachtenkleidungsstück aufgepeppt durch einen modernen Stoff und einen pfiffigeren Schnitt, dann kann auch bei der Wahl des zu tragenden Brillengestells auf etwas Ausgefalleneres zurückgegriffen werden.

Dann kann der Bügel des Gestells schon mal etwas breiter sein und eine knallige Farbgebung besitzen. Besonders gut kombinierbar sind dabei Gestelle, bei denen man ohne besonderen Aufwand die Bügel wechseln kann. So ergeben sich für den Träger viele unterschiedliche und interessante Kombinationsmöglichkeiten.
Für Freunde des Mittelalters gibt es zwischenzeitlich etwas ganz einzigartiges. Einen sogenannten Holzoptiker. Der Optiker hat sich aufgrund zahlreicher Kundenanfragen mit der Herstellung von Brillengestellen aus Holz beschäftigt. Die gefertigten Model besitzen nach der Einfassung der Gläser alle typischen Eigenschaften einer Brille. Ob der Tragekomfort aber aufgrund des schwereren Materials angenehm ist, findet jeder Interessent am besten im Rahmen einer Anprobe selbst heraus.

Für diejenigen, die eigentlich keine Sehhilfe benötigen, aber auf die Brille als modischen Schick nicht verzichten möchten, werden statt der Linsengläser Fenstergläser in entsprechender Größe eingefasst.

Möchten Sie sich mit einem Brillenmodell ausstatten, nehmen sie sich bitte die Zeit und besuchen sie einen Optiker in ihrer Nähe. Er kann sie umfassend beraten und sie haben die Möglichkeit verschiedene Modelle zu probieren, um herauszufinden welches Material und welche Form von Gestell am besten zu ihnen passt. Wenn es möglich ist, sollte sie dabei eine Person ihres Vertrauens zur Beratung begleiten. Da es häufig ein Problem darstellt jemanden zur Beratung mitzunehmen, bietet es sich an, die Brillen online anzuprobieren. Mit Hilfe einer Webcam und spezieller Software, kann man verschiedenste Brillen online anprobieren. Die Großen online Händler, wie Brillenguru und Mister Spex haben speziell hierfür eine Software entwickelt. Um sich den Rat seiner nächsten zu holen kann natürlich direkt ein Bild mit der Brille erstellt werden, dies kann dann schnell per Email verschickt werden und man kann sich mehrere Meinungen einholen.

Kategorie: Mode
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