Kniebundlederhosen wurden früher nur auf Festen getragen. Zum Arbeiten und für die Jagd gab es kürzere Hosen, die kniefrei waren. Die Kniebundlederhose wird meist aus Wildblock oder Hirschleder gefertigt und kostet deswegen auch etwas mehr. Billigere Varianten gibt es heute, diese sind aus Rindsleder hergestellt, unterscheiden sich aber sonst nicht von den teureren Modellen.
Bei einer Kniebundlederhose sind die Nähte verziert und auch sonst verfügt sie über Stickereien zur Verzierung. Ansonsten sind die Messertasche, der Hosenlatz und die Riemenschnürung an den Beinen charakteristische Merkmale für die Kniebundlederhose. In der Messertasche tragen auch heute noch viele Männer ihre Taschenmesser, die heute allerdings viel weniger gefährlich aussehen, als es früher der Fall war. Die Lederhose wird gerne mit einem traditionellen Trachtenhemd kombiniert und oft klassisch mit Hosenträgern kombiniert. Auch mit einem Ledergürtel macht sich die Hose ganz gut, wobei der Gürtel reich verziert oder eher schlicht sein kann. Zudem wird die Kniebundlederhose heutzutage gerne zu T-Shirts getragen, was ebenfalls recht nett aussieht. Besonders im Bierzelt muss es nicht immer eine komplette Tracht sein, da es nach dem fünften Bier sicher egal ist, wie man aussieht, aber eine passende Hose zu tragen wahrt doch zumindest den Anschein, dazuzugehören.
Auch für Damen gibt es Kniebundlederhosen. Diese sind aus sehr viel weicherem Wildleder gefertigt, um nicht so sehr an der zarten Frauenhaut zu reiben. Die Hosen sind dezent verziert und haben genau wie die der Männer am Ende der Hosenbeine eine Lederkordel. Mit dieser kann die Hose gut in Form gehalten werden. Die Kniebundlederhosen für Damen eignen sich gut als Alternative zu Dirndln, besonders für diejenigen, die lieber Hosen tragen oder um einfach etwas Neues auszuprobieren. Egal, ob Mann oder Frau, eine gute Figur macht in dieser Hose jeder. Und auf beim Oktoberfest ist diese besondere Hose, bei Männern, fast ein muss.